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Aktuelles

Serie Gute Manieren, Teil 1:

Die wichtigsten Benimmregeln

05.06.2007

Manieren helfen Tag für Tag, unangenehme Situationen zu vermeiden. Die wichtigsten Benimmregeln sollte jeder kennen

Der Alltag ist oft verzwickt. Wie sage ich meinem Kollegen, dass ich ihn nicht duzen möchte? Wie punkte ich beim ersten Essen mit der Schwiegermutter in spe? Rat in solchen Fragen erhoffen sich zunehmend mehr Menschen von Beratern für Stil und Etikette. Was gute Manieren betrifft, bemerken viele Deutsche bei sich Nachholbedarf. „Vor 20 Jahren war es schick, Menschen mit so wenigen Regeln wie möglich zu behelligen“, erklärt die Freiburger Knigge-Expertin und Trainerin für Persönlichkeitsentwicklung Elisabeth Bonneau. „Inzwischen werden Umgangsformen wieder ernster genommen, weil sie die Kommunikation erleichtern.“

Kein Einstellungsgespräch, in dem der Personalleiter nicht Einfühlungsvermögen und soziale Gewandtheit prüft. Kein Paar-Ratgeber, der nicht zu respektvollem Umgang und ebensolcher Gesprächsführung ermahnt. „Ziel von Umgangsformen ist es, dass sich Menschen miteinander ins Benehmen setzen“, verdeutlicht Bonneau. Dabei kommt es nicht darauf an, um jeden Preis einem gediegenen Reglement zu folgen. Was beim Diner mit dem Chef taktlos erscheint, kann bei einer privaten Party durchaus passend sein. „Wer der Situation, dem Ereignis und dem Menschen angemessen reagiert“, sagt der Berliner Etikette-Experte Uwe Fenner, „der liegt richtig und zeigt Stil.“

Mit „von Herzen kommender Höflichkeit und Respekt für jeden Menschen“, davon ist Fenner überzeugt, lassen sich kleine Irritationen und ausgewachsene Konflikte vermeiden. Leider fällt es vielen schwer, souverän und entspannt zu wirken, während sie grübeln, ob sie der Kundin am Fahrstuhl den Vortritt lassen sollen. Da hilft nur eines: vorher gründlich den Benimm-Kodex einzuüben.


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