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Aktuelles

Serie Gute Manieren, Teil 3:

Begrüßung und Small Talk

07.06.2007

Grundsätzlich: Wer neu hinzukommt, muss grüßen

Allerdings sollten Sie nicht mit ausgestreckter Hand losstürmen. Es gilt das Hierarchieprinzip: Der Ranghöhere entscheidet, ob er ein „guten Tag“ mit Worten erwidert oder die Hand reicht.

Rangfolge: Im Beruf reicht der Chef oder die Chefin dem Mitarbeiter die Hand. Treffen sich Gleichgestellte, gilt in der Firma und auf gesellschaftlichem Parkett: Damen und Ältere genießen Vorrang.

Gruppen: Treffen Sie sich mit mehreren Personen, sagen Sie erst dem Gastgeber Hallo. Dieser begrüßt Sie. Bei kleinen Gesellschaften arbeiten Sie sich dann vom Ranghöchsten zum Rangniedrigsten vor. In großen Runden grüßen Sie der Reihe nach, um einen Zickzack zu vermeiden. Anwesende geben neu Hinzugekommenen die Hand. Verspäten Sie sich im Restaurant, sollten Sie trotzdem jeden einzeln grüßen, vorausgesetzt, das Essen ist noch nicht aufgetragen.

Unbekannt? Es begrüßen sich diejenigen zuerst, die einander kennen. Anschließend sollten Unbekannte, etwa Begleitpersonen, vorgestellt werden. Kennt ein Gast nicht alle Anwesenden, ist es am Gastgeber, ihn einzuführen. „Leider“, sagt Uwe Fenner, Leiter des Instituts für Stil und Etikette Hildegard von Heyne, „vernachlässigen Gastgeber und Vorgesetze diese Aufgabe oft.“ Sie sollten dann einen Bekannten bitten, den Kontakt zu knüpfen. Findet sich niemand, stellen Sie sich selbst vor.

Vorstellung: Auch hier gilt es, die Rangfolge zu beachten. Der Höhergestellte erfährt vom Untergeordneten, wer die unbekannte Person ist.

Aufstehen: Im Arbeitsleben ist es heute selbstverständlich, dass sich auch Frauen zur Begrüßung erheben.


Der Small Talk

Aufmerksamkeit: Wenn jemand mit Ihnen spricht, sollten Sie Interesse signalisieren. Dazu gehört es, den Sprechenden anzusehen. Verkneifen Sie es sich, während der Unterhaltung E-Mails oder SMS zu lesen oder zu versenden. Bereits das Hinlegen eines Handys auf den Tisch gilt als Fauxpas.

Abstand halten: Kommen Sie Ihrem Gesprächspartner selbst bei der angeregtesten Diskussion nicht zu nahe. Die meisten Menschen schätzen einen Abstand von mindestens einem halben Meter.

Ausreden lassen: Jemandem ins Wort zu fallen ist kein Mittel, um sich durchzusetzen. Die meisten Deutschen finden es unhöflich, unterbrochen zu werden.

Zu lässig: Im privaten Rahmen mag es gelegentlich angehen, während eines Gesprächs eine Hand in die Hosentasche zu stecken. Niemals darf die Hand aber bei der Begrüßung in der Tasche bleiben.

Thema: Die leichte Konversation soll Anknüpfungspunkte liefern und die Stimmung lockern. Themen sind: erfreuliche Nachrichten, Hobbys, Reisen, Essen, Kultur und Natur. Fettnapf-Gefahr droht bei Politik, Religion, Wertedebatte und allzu Privatem.

Niesen: Niest jemand, wäre es angebracht, das schweigend zu übergehen. Viele wissen das aber nicht und sind befremdet, wenn Ihnen niemand „Gesundheit“ wünscht. „Als Gesprächspartner“, sagt Kommunikationstrainerin Elisabeth Bonneau, „müssen Sie blitzschnell einschätzen, welche Reaktion erwartet wird.“ Erleiden Sie selbst einen Niesanfall, bitten Sie um Entschuldigung.

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